Mittwoch, 21. November 2012

Gedankenfluss

Ich bin froh, dass ich Gott nicht beweisen muss.
Mit Interesse verfolge ich Diskussionsrunden, die sich mit dem Thema Gott, Glaube und Religion befassen. Soviele verschiedene Ansichten. Und jeder hat Recht. Und der Andere hat immer Unrecht. Und dann gibt es noch die Ultratoleranten. Die sagen: Niemand hat die Wahrheit. Das sind die Momente, in denen das Publikum klatscht. "Ich weiß, dass ich nichts weiß" kommt immer gut an. Es ist so harmlos, nett, zahm und tut niemandem weh. Ich will nicht harmlos sein. Ich will nicht nett sein. Ich will nicht zahm sein. Manchmal denke ich, man muss genau das laut aussprechen, was den anderen wehtut. Man muss Dinge sagen, die sich einbohren in den Verstand und das Herz der Menschen. Es ist eine Pflicht. Harmlos, nett, zahm bringt uns nicht weiter.
Ich habe eine subjektive Vorstellung. Ich stehe zu dieser Vorstellung. Ich spreche sie laut aus, wenn man mich fragt. Und es ist mir egal, ob ich mit abfälligen Blicken sanktioniert oder mit einem zustimmenden "Amen" anderer Christen belohnt werde. Falsch. Es ist mir nicht egal, denn ich bin glücklicher über das "Amen" schon allein aus dem Grund, dass ich ein Mensch bin. Und der Mensch braucht bekanntlich Anerkennung und das Gefühl, verstanden zu werden und Teil der Schafherde zu sein.
Die Frage ist aber nicht, was mich glücklicher macht, denn Fakt ist: Auch die abfälligen Blicke gehören dazu, wenn man nicht harmlos, nicht nett und nicht zahm sein will.
Ich erzähle von Gott. Ich erzähle von meinem Glauben. Ich nehme dabei sogar den Namen Jesus Christus in den Mund. Jesus Christus klingt gefährlicher als Gott. Gott klingt für die meisten Menschen nach einer abstrakten Kraft. Es hat fast etwas romantisches. Gott ist Liebe. Gott ist Natur. Jesus Christus klingt nach Fundamentalismus. Jesus Christus. Ein Name. Eine Person aus Fleisch und Blut. Ich glaube an Jesus Christus.
Ich glaube NICHT an Religion. Religion ist von Menschen geschaffen. Religion ist Institution. Was mich wirklich erstaunt ist, dass die meisten Menschen Religion und Glaube in einen Topf werfen. Einmal umrühren und der ganze Brei wird untrennbar. Eigentlich komisch, wenn man bedenkt, dass es vergleichbar ist mit Wasser und Öl. Man kann beides in ein Glas füllen und so lange rühren, wie man will. Es wird sich nicht zu einer Einheit formen. Es ärgert mich, ständig erklären zu müssen, dass Religion und Glaube verschiedene Dinge sind. Dann erwische auch ich mich dabei, wie ich meinen Finger hebe und zu einer moralapostolischen Predigt ansetze, die mich möglicherweise Diskussionen gewinnen, aber offene Ohren und Herzen verlieren lässt. Denn wie kann ich es jemandem verübeln, der nur wenig über Jesus gehört hat? Jesus und Gott sind Kirche. In einer Umfrage in Köln habe ich einmal auf die Frage, wo Gott sei, als Antwort gehört: "Wahrscheinlich im Kölner Dom". Wo sollte er auch sonst sein? Bestimmt nicht in meiner Küche oder bei Ikea. Ich sage: Mein Gott ist in meiner Küche und bei Ikea. Wenn nun also in sämtlichen Talkrunden zum Thema Gott von Kreuzzügen oder Missbrauch in Kirchen durch Priester gesprochen wird, frage ich mich, wieso eigentlich niemand von Jesu Liebe spricht. Wieso erzählen die Menschen keine Geschichten aus ihrem Leben? Wieso dreschen sie mit altklugen Argumenten aufeinander ein, statt ihre persönlichen Erfahrungen zu teilen? Wieso sprechen Christen nicht über das, was sie mit Jesus erlebt haben, statt Moralpredigten darüber zu halten, dass ja unsere ganze Ethik nur auf dem Christentum basiere und dass sich alle brav bei der lieben Religion dafür bedanken sollen? Wieso fragen Atheisten oder Agnostiker nicht nach dem Grund, wie man an Gott glauben kann und was ein Leben als Christ lohnenswert macht, statt aufzuzählen, welche Schuld die Kirche auf sich geladen hat?
Ich bin froh, dass ich an einen Gott glauben kann, den ich nicht beweisen muss. Ich bin froh, dass ich an einen Gott glauben kann, den ich nicht verteidigen muss. Ich kann es nämlich gar nicht, aus dem einfachen Grund, dass ich nur ein Mensch bin. Wie klein müsste mein Gott sein, wenn ich anfangen müsste ihn zu verteidigen?

Dienstag, 31. Mai 2011

Gedankenfluss

Ich glaube, Menschen sind durstig nach etwas Echtem. Überall wird man konfrontiert mit Lügen, Verdrängung oder nicht zu erfüllenden Erwartungen. Es mangelt sehr an schlichten Wahrheiten.
Letztens fuhr ich mit einem guten Freund mit dem Nachtbus um halb 2. Wir unterhielten uns über die Sinnhaftigkeit dessen, was wir tun und was wir erreichen wollen. Unter anderem ging es darum, dass wir festgestellt haben, dass man oft einfach macht, weil man eben bestimmte Dinge machen muss und erst nach Jahren feststellt, dass es nicht das ist, wonach man eigentlich strebt und was man sich nach dem Abi und zu Beginn des Studiums erträumt hat. Ich denke, dass man oft Kompromisse eingeht im Leben. So wie jedes Mädchen fest davon überzeugt ist, dass die eigene Hochzeit das schönste Fest aller Zeiten wird, nur um später auf das zu teure Traumkleid zu verzichten und die Stadthalle, statt des Strandes als Location zu wählen, so wird man im Laufe seines Lebens noch viele Kompromisse eingehen und feststellen, dass man nicht das Besondere und Außergewöhnliche erreicht hat, sondern im Sumpf der Mittelmäßigkeit und Gewöhnlichkeit versinkt. Und diese Mittelmäßigkeit fühlt sich verdammt unecht an, weil sie nicht gewollt, nicht erträumt ist. Sie ist ein Produkt aus den Erwartungen anderer und den Kompromissen eines selbst. Was sich echt anfühlt sind Träume. Es ist ein paradoxer Gedankengang. Aber ich meine es so, wie ich es sage. Träume erwachsen aus mir selbst. Träume legt Gott in mein Herz und in das Herz eines jeden einzelnen Menschen hinein. Der Mensch verliert jedoch irgendwann mit den Jahren den Glauben an seine Träume. Vielleicht wagt er sich auch gar nicht mehr, seine Träume zu realisieren. Es strömt viel auf mich ein. Viele Erwartungen an mich, wie ich mein Leben gestalten soll. Ein guter Uniabschluss soll es sein, währenddessen möglichst schon eine Weiterbildung in irgendeinem Bereich, der mir direkt nach meiner Unizeit, Türen öffnet. Der Einstieg ist geschafft, ich verdiene mein erstes richtiges Geld. Irgendwann lerne ich vielleicht einen netten Mann kennen und heirate. Familie, Haus, Auto, Urlaub, Arbeit, Rente, Schaukelstuhl. Und im Schaukelstuhl habe ich dann genug Zeit, um meinem Traumkleid hinterher zu trauern. Soviele Kompromisse, die man im Leben eingeht...auf Kosten der Dinge, die man wirklich möchte. Manchmal sogar von ganzem Herzen.
Wie wir so nachts im Bus saßen und geredet haben, drehte sich eine junge Frau um, die direkt vor uns saß. Sie meinte, sie habe die ganze Zeit zuhören müssen, weil sie unser Gespräch so interessant fand und total mitfühlen könnte. Es wäre genau das, was sie zur Zeit durchmache. Ich denke, es ist genau das, was alle Menschen irgendwann in ihrem Leben einmal durchmachen. Man muss Entscheidungen treffen, aber man weiß einfach nie, was sich hinter den einzelnen Wegen versteckt. Ist es der Schatz oder die Sackgasse? Das gute an Sackgassen ist, dass man umkehren kann. Im Leben ist es manchmal nicht möglich eine Entscheidung rückgängig zu machen, oft muss man mit den Konsequenzen seiner Entscheidung leben, aber meistens gibt es doch immer noch eine zweite Chance. Manchmal muss man durch ein Labyrinth von falschen Entscheidungen gehen, bis man zur Auflösung kommt. Meine Hoffnung, die ich in Gott setze ist, dass nicht er die Wege für mich geht oder mir einen Tunnel durch den Irrgarten gräbt, sondern, dass er mir klar macht, für welche Wege ich mich entscheiden soll, damit ich nicht unbedingt den schnellsten, wohl aber den Weg finde, der mich am weitesten bringt und mir viele Wahrheiten offenbart, die ich nutzen kann, um einen Sinn zu sehen in allem, was ich tue, bis jetzt getan habe und noch tun werde. Zwar sehe ich noch keine Sinnhaftigkeit, in dem , was ich tue, aber ich habe Vertrauen. Was bleibt mir anderes übrig?

Sonntag, 24. April 2011

Gedankenfluss

Manchmal zweifele ich. Das ist menschlich. Ich kann mir kaum vorstellen, dass selbst der überzeugteste Christ sich nicht irgendwann an irgendeinem Punkt seines Lebens gefragt hat, ob er tatsächlich das "richtige" glaubt. Ich denke mir manchmal: Auch ein Moslem, der überzeugt ist von seinem Glauben und der Existenz Allahs, wird der festen Überzeugung sein, dass er das "richtige" glaubt. Und so wenig, wie ich mir vorstellen kann, dass Allah Gott ist, so wenig wird sich der überzeugte Moslem vorstellen können, dass der christliche Gott der Allmächtige ist. Der Moslem ist nicht dümmer, als ich. Letzte Woche haben mich 2 Amerikaner auf der Straße angesprochen. Es waren Mormonen, das sah man schon an den Uniformen. Richtig nette Jungs, die mit mir über meinen Glauben sprechen wollten. Ich sagte, dass ich meinen Glauben gefunden habe und glücklich damit bin. Genau dasselbe sagten die beiden Jungs auch. Ich habe sie damit konfrontiert, dass in Deutschland Mormonen generell als Sekte angesehen werden..."Ja, das wissen wir auch. Aber wir sind glücklich und haben inneren Frieden. Für uns ist eine Sekte etwas anderes." Darauf wusste ich keine Antwort. Sollte dies tatsächlich stimmen, sollten sie tatsächlich inneren Frieden haben und glücklich damit sein, wieso sollte man sie davon abhalten und versuchen wollen, sie von etwas anderem zu überzeugen? Ich bin kein großer Kenner, aber ich habe mich etwas damit beschäftigt und habe erfahren, dass im inneren Kern dieser Gemeinschaft einige Dinge sehr verrückt, abgedreht und auch einfach gefährlich sind. Nach außen hin behaupten sie an Jesus zu glauben. Aber ich erkenne nicht viel biblisches an dem, wie sie organisiert sind und was ihre Theologie beinhaltet. Ich würde wirklich wahnsinnig gerne wissen, ob sie tatsächlich glücklich sind damit. Man kann von etwas überzeugt sein, da kann man mit Gehirnwäsche viel erreichen, aber ob man Glück und innere Zufriedenheit manipulieren kann, bleibt für mich eher fraglich. Wie steht es um meinen Glauben? Ich kann so überzeugt sein von etwas, wie ich will. Ich bin da "reingeboren". Meine Eltern waren Christen, ich hatte als Kind keine andere Wahl. Irgendwann habe ich mir die Frage gestellt, ob dies wirklich die einzige Wahrheit sein kann. Ob mein Glaube nicht einfach durch meine Eltern "sozialisiert" wurde. Ich habe gesehen, dass die Menschen um mich herum, die Gesellschaft in der ich lebe, die Werte, die ich erlernt hatte, ganz und gar nicht teilte. In der Welt um mich herum gab es andere Werte. Andere Überzeugungen. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass all diese Menschen dumm sind. Ganz im Gegenteil. Als Teil dieser Gesellschaft stellt man sich die Frage: Wenn alle anderen anders handeln, anders denken als ich, muss etwas mit mir nicht stimmen. Ich muss falsch liegen. Ich habe Gott herausgefordert. Ich habe gesagt: "Gott, es kann nicht sein, dass ich an dich glaube, weil mir das so gepredigt wird sonntags und in der Familie. Ich habe meinen eigenen Verstand. Ich möchte dich durch meinen Verstand erfassen. Ich möchte kein dummes Schaf in der Herde von Christen sein, das stupide allen anderen hinterher rennt, ohne zu fragen, was für ein Sinn dahinter steckt." Zumal es für mich als Christin nicht immer leicht war. Es mag lächerlich klingen angesichts der Tatsache, dass in einigen Ländern Christen für ihren Glauben verfolgt und umgebracht werden...Aber es ist faktisch so, dass man auch in Deutschland Verfolgung erlebt, wenn man bestimmte Ansichten laut ausspricht, die in unsere heutige "moderne" Welt einfach nicht mehr rein passen. Ich fragte Gott also. Gott antwortete nicht mit donnernder Stimme. Auch stand ich nicht vor einem brennenden Dornbusch. Gott sprach in mein Herz. Es ist nicht mit dem Verstand erfassbar. Vor allem Menschen, wie ich, die wirklich alles verstehen wollen, werden ihre Probleme damit haben. Ich bin mir absolut darüber im Klaren, dass sich das nicht überzeugend anhört, aber es ist eine Wahrheit. Ich habe es einfach gespürt. und gewusst. Gott wird sich ausnahmslos jedem offenbaren, der ihn sucht. Ich möchte noch weitergehen. In unserer heutigen Zeit, in der alle so sein dürfen, wie sie wollen, alles glauben sollen, was ihnen gerade gefällt, gilt es als schick, sich seinen eigenen Glauben zusammenzubasteln: Ein wenig christliche Nächstenliebe hier, ein bisschen buddhistische Meditationstechnik dort, alles fein garniert mit esoterischen Steinchen und der Hoffnung auf eine Wiedergeburt als indische Kuh. Ich bin der Überzeugung, dass es nur einen Gott gibt. Und dieser Gott ist NICHT derselbe in allen Religionen. Allah ist nicht der Gott, an den ich glaube und Shiva mit seinen tausend Armen sicherlich auch nicht. Ich respektiere den Glauben anderer Menschen. Ich schätze es, wenn Menschen Überzeugungen, Ideale und Glauben haben. Ich habe davor größeren Respekt, als vor der verwirrten, verwässerten Religionsmixtur, die in unserer "zeitgemäßen" Gesellschaft propagiert wird. Aber ich weiß für mich selbst eben auch, dass ich daran glaube, dass einzig der biblische Gott, der ist, der Himmel und Erde erschaffen hat. Er ist ein liebender Gott. Ein Gott, der selbst Mensch wurde und litt, wie der Mensch leidet. Ich kenne keinen anderen Gott, der sich so erniedrigen würde. Dass Jesus gelebt hat ist historisch belegt (im übrigen, sogar besser belegt, als die Existenz Cäsars...), ob man daran glaubt, dass er der Sohn Gottes war, ist eben eine Glaubensfrage. Aber sollte ein einziger "Spinner", der sich für den Sohn Gottes hielt, tatsächlich in der Lage sein, solch einen Einfluss auf die gesamte nachfolgende Menschheitsgeschichte auszuüben? Selbst unsere Zeitrechnung, alle Feiertage sind zurückzuführen auf das Leben Jesu. Das scheint mir dann doch etwas fragwürdig, dass dies der Verdienst eines Verwirrten gewesen sein soll...Gut auf den Punkt gebracht hat das Bono von U2:
"Ich meine, die Vorstellung, dass der gesamte Lauf der Zivilisation auf dem halben Globus von einem Spinner verändert und auf den Kopf gestellt wurde ... Das finde ich weit hergeholt!"
Letztendlich kann ich aber nur von dem erzählen, was ich erfahren habe. Ich habe Wunder in Form von Heilung gesehen, an meinem eigenen Körper. Wunder begeistern Menschen, aber Wunder sind noch lange kein Garant dafür, dass der Mensch anfängt, an Gott zu glauben. Aber Gott findet einen Weg, den Menschen, und zwar jeden einzelnen, zu erreichen. Und er lässt dem Menschen die Wahl, eine freie Entscheidung zu treffen.
Wer findet, dass Glaube, Gott, Bibel nicht modern ist, sollte vllt. mal einen Blick mehr riskieren. Jesus ist die faszinierendste Persönlichkeit, die jemals auf diesem Erdball herumlief. Diese allgemeine Vorstellung von Jesus, als altem Moralapostel ist sowas von falsch. Jesus, selbst wenn man ihn nur als historische Person sehen will, war seiner Zeit so weit voraus. Er war absolut revolutionär. Jesus hat mir Prostituierten gesprochen, mit Zöllnern, die jeder hasste. Er ist nicht gekommen, um sich mit den überall angesehenen Pharisäern ne schöne Zeit zu machen, sondern, um bei den Schwachen zu sein, die krank, verstoßen, isoliert waren. Das ist großartig. Gerade in der heutigen Zeit, wo der Kapitalismus überall um sich greift, wo nur der Stärkste überlebt, wo Ansehen, Macht, Ruhm, Prestige, Geld über den Wert eines Menschen entscheiden. Wo Menschen, die dem Druck nicht standhalten, Schwäche zeigen und scheitern, ausselektiert werden. Vielleicht geschicht dies nicht so offensichtlich, weil wir ja alle so politisch korrekt agieren. Aber faktisch ist es so, dass von allen Seiten Erwartungen an uns gestellt werden, wie das perfekte Leben auszusehen hat und was uns glücklich machen soll. Jesus ist heute aktuell. Was damals los war, wie er mit seinen Mitmenschen umgegangen ist, ist aktuell. Ob man nun Christ ist oder nicht, es ist totaler Quatsch zu behaupten, das alles hätte nichts mehr mit uns heute zu tun.
Ich habe auf der Straße mit Menschen gesprochen über Gott und Glauben. Es war viel Offenheit da. Und wenn ich gebetet habe mit den Leuten, kam ich oft in die Situation, dass ich überwältigt war von der Reaktion der Menschen. Leute, die keine Christen waren, haben geweint. Sie haben berichtet über ein Gefühl, dass sie eingenommen und ihnen innere Ruhe gegeben hat. Das ist faszinierend und es ist echt.

Donnerstag, 14. April 2011

Objektivfang

Ich finde, es gibt kaum etwas, das so rein und unverdroben ist, wie ein neugeborenes Lebewesen. Irgendwie sehe ich darin ganz viel von dem, was Gott sich ursprünglich wohl gedacht haben muss, als er der Welt Leben eingehaucht hat. Ich empfinde, allein wenn ich mir diese Wesen anschaue, unfassbar viel Liebe und spüre, wie ich zur Ruhe komme. Wie schön das Paradies wohl sein muss, wenn schon so ein kleiner Teil davon ausreicht, um mich total zu packen und Freude am Leben zu empfinden.

Mittwoch, 13. April 2011

Gedankenfluss

Ich habe noch kein richtiges Konzept für das, was hier fabriziert wird. Ich habe mir in letzter Zeit ein paar Gedanken gemacht, die mich hier her geführt haben. Ich weiß gar nicht was ausschlaggebend war, es war wohl die Summe an Anstößen und Beobachtungen, die in mir den Gedanken aufkeimen ließen, über Gott und Glaube zu schreiben. Ich möchte persönliche Eindrücke, Empfindungen und Beobachtungen zum Thema niederschreiben und mit Menschen teilen. Bei letzterem bin ich mir noch nicht sicher, ob ich das jetzt schon will. Vielleicht ist es auch etwas ganz Intimes, was ich ordnen muss, um es wenigstens teilweise erfassen zu können. Der Glaube ist komplex, nicht einfach zu begreifen. Viele Aspekte sind so verwirrend, dass ich lange nachdenken muss, um einen klaren Gedanken fassen zu können.
Ich hatte früher immer den Anspruch, alles begreifen zu müssen. Mittlerweile weiß ich, dass ich nur sehr wenig wirklich weiß und andere Personen immer unterschiedliche Meinungen und Sichten auf die Dinge haben werden. Ich wollte früher immer alle von meiner Meinung überzeugen. Ich habe diskutiert, nicht locker gelassen. Heute höre ich zu und versuche zu verstehen, wieso eine Person so denkt, wie sie denkt und was davon ich für mich und mein Leben annehmen kann und was davon ich einfach verwerfe und nicht zu meiner Wahrheit mache.
Ich saß vor einigen Tagen im Bus und hörte, wie zwei Männer sich unterhielten.
-"Die.....hat schon wieder ihr Kind verloren, im 3.Monat war die"
-"Ja, die säuft aber auch, wie verrückt, das ist kein Wunder"
Ich weiß, dass solche Dinge passieren, tagtäglich, überall. In der direkten Nachbarschaft. Im Verwandten-und Freundeskreis. Mir ist bewusst, dass jeder Mensch sein Leben leben muss und, dass es manche schwerer haben, als andere. Mir ist auch bewusst, dass ich zu der Sorte Mensch gehöre, die es leichter im Leben hat, als die meisten Anderen. Vor allen Dingen aber weiß ich, dass es nicht mein Verdienst ist, dass es mir gut geht. Einige würden sagen: Glück gehabt! Ich sage: Es ist Gnade, dass ich gesund und geliebt bin. Dass ich ein Dach überm Kopf und genug zu Essen habe, dass ich in einem Land lebe, in dem politischer Friede herrscht. Dass ich eine Familie habe, die zusammenhält. Dass ich Menschen kenne, die ich lieben kann und die auch in mir einen wertvollen Menschen erkennen können. Ich gehe sogar weiter und sage: Das habe ich Gott zu verdanken. Ich habe nichts dafür getan.
Aber ich sehe vieles, was mich herausreißt aus meinem "guten Leben". Und es schmerzt und verletzt mich. Ich brauche gar nicht den Hunger in Afrika zu erwähnen. Man muss einfach nur rausgehen und den Menschen zuhören. Was einige Menschen in unserem direkten Umfeld erleiden, die Lasten, die sie tragen, kann man auf 10 Leben verteilen. Ich verstehe nicht ganz, weshalb und warum bestimmte Dinge geschehen, aber ich fordere meinen Glauben und Gott auf, mir Dinge zu verdeutlichen. Ich möchte einen Sinn sehen, in dem wer ich bin und was ich tue. Ich denke manchmal, ich könnte mein Leben und die Gnade, die ich erfahre mit anderen Menschen teilen und doch gelingt es mir nicht. Vielleicht bin ich zu feige. Menschenscheu ist weitverbreitet und auch ich bin oft total eingenommen von ihr. Dann ist es mir wichtiger, gut anzukommen bei den Leuten. Nicht anzuecken, in meiner Bequemlichkeit zu verharren, damit bloß niemand auf die Idee kommt, Fragen zu stellen. Ich ärgere mich oft über mich selbst. Ich will einen Weg finden, Menschen mit dem, was ich zu geben habe, zu erreichen in der Hoffnung, Gutes geben zu können, aus dem Überfluss an Gnade, der mir zuteil geworden ist.

Prominenzspricht Part1

R'n'B-Star Alicia Keys braucht im Tourbus mehr, als nur einen guten Roman zum Einschlafen. Ihre Bibel hat die Sängerin immer im Handgepäck.
Der Glaube und das tägliche Gebet sei ihr sehr wichtig. "Ich glaube an Gott und bete morgens und abends und vor jeder Show."

Albert Einstein, vom „Time-Magazine“ zur bedeutendsten Persönlichkeit des 20. Jahrhunderts gewählt, erhielt mehrere Nobelpreise in Physik und gilt noch immer als Inbegriff eines Genies. Vor allem eines unterschied den Forscher von vielen seiner Kollegen: Während sie Gott durch die Wissenschaft abschaffen wollten, sagte Einstein: „Durch die Mathematik weiss ich, dass es Gott gibt, aber mit der Mathematik kann ich Gott nicht finden. Ich glaube an einen Gott, der sich durch die Harmonie alles Bestehenden geoffen­bart hat.“

Kürzlich sagte Katy Perry (26) in einem Interview mit dem Magazin «Reader's Digest», dass sie gläubig ist.
Ihr Vater ist Pastor der Gemeinde «The Oasis Center» und sie rebelliere nicht dagegen. «Ich glaube an Gott und daran, dass da jemand ist, der über uns wacht. Und vor dem wir alles, was wir tun, verantworten müssen.»Gott sei ein Teil ihres Lebens geblieben und sie glaube daran, dass Jesus Gottes Sohn ist.

Die amerikanischen Country-Legenden Johnny Cash und Ehefrau June Carter sind bereits tot, aber ihr Christuszeugnis lebt weiter. Insbesondere die letzten Aufnahmen sind ein bewegendes Zeugnis ihres tiefen Glaubens an Jesus, den Erlöser. Johnny Cash tröstete June Carter in der Stunde ihres Todes im Mai 2003. Bald darauf starb er selbst. Wie oft haben sie auf der Bühne Hand in Hand gesungen: „Wenn ich vor dir sterbe, werde ich auf der andern Seite auf dich warten.“ „Das Gefühl, dem Tode nahe zu sein, hat mir eine ganz neue emotionale Sensibität gegeben“, sagte der Witwer, kurz vor seinem eigenen Tod.

Als Kind war sie tiefgläubig. Als junge Frau wandte sie sich von Gott ab. Nur langsam fand sie ihren Glauben wieder. Dann kam beim Urlaub auf Sri Lanka die Sintflut. Esther Schweins überlebte den Tsunami. Erst jetzt hat die Schauspielerin die Kraft, über die schrecklichen Bilder und ihr Leben nach der Katastrophe zu reden. Im „Bild am Sonntag“ sagte sie auf die Frage: Wo war Gott am Morgen als die Flutwelle kam? Er war da. Weil er immer da ist. Immer das ein wird. Ich habe heute einen Bibelspruch gelesen, der genau das ausdrückt, was ich empfinde. Darin heisst es: „Unsere Tage zu zählen, lehre uns! Dann gewinnen wir ein weises Herz.“ Oder übersetzt: Mach uns bewusst, wie kurz unser Leben ist, damit wir uns besinnen.“

Michael Schumacher betet, weil er dankbar für sein Glück ist. "Mir geht es gut. Ich habe eine tolle Familie und eine tolle Ehefrau und bin rundum glücklich. Dafür geht ein Riesendank auch nach oben. Ich glaube an Gott. Für mich ist er vor allem dann präsent, wenn schwierige Zeiten kommen und ich glaube, dass er auf mich aufpasst - und das gilt jetzt nicht nur in Bezug auf Unfälle. Hauptsächlich danke ich ihm für all die schönen Momente, die ich erleben durfte."